Suffizienz und ökonomische Bildung – Widerspruch oder Potential?
Mit welchen Methoden können wünschenswerte Zukünfte jenseits materiellen Wachstums diskutiert und gemeinsam Handlungsperspektiven entwickelt werden?
Suffizienz ist einer der zentralen Strategien nachhaltiger Transformation, irritiert aber Dozierende und Studierende teilweise, da sie der neoklassischen Wirtschaftslehre mit ihrem Wachstumsstreben widerspricht. Die Irritation der Beteiligten stand am Anfang eines Lernprozesses mit dem Ziel, Suffizienz als valable Option im Wirtschaftssystem zu erkennen und sie wo möglich im Unterricht und Berufsleben einfliessen zu lassen. Aus Sicht der Hochschulen stellten sich die Fragen, wie dieser Lernprozess gestaltet werden kann und welche Lehr-Lern-Settings sich dafür eignen.
In vier aufeinanderfolgenden Workshops zwischen November 2025 und Mai 2026 hatten die PH- und HSLU-Dozierenden unter der Leitung von Anna Amacher Hoppler, Daniel Peter (HSLU-W), Flurina Alther und Susanne Lütolf (PH Luzern) im Austausch Gelegenheit, ihren fachlichen Wissensstand zu Suffizienz zu aktualisieren und geeignete Lehr-Lern-Settings zu erproben und zu diskutieren.
Im ersten Workshop fand eine fachliche Klärung des Suffizienz-Begriffs statt und leitete über zur Frage, welche Bedeutung und Implikation daraus für das Unterrichten von Wirtschaftsstudierenden erwachsen. Im zweiten und dritten Workshop erprobten die Teilnehmenden unterschiedliche methodische Zugänge wie einen Zukunftsworkshop, die Planspiele «Wirtschaft entdecken» und «Unk City» und Game Based Learning.
Für Dozierende der HSLU – W stehen nun Stunden zur Verfügung, bei Bedarf den eigenen Unterricht um die behandelten Methoden (oder andere) anzupassen. Der Abschluss-Workshop mit Apero zeigte, dass diverse Ideen bereits umgesetzt werden oder angedacht sind.



Links zu «Wirtschaft entdecken»:
https://www.wirtschaftsbildung.ch/wirtschaft-entdecken.html
https://www.phlu.ch/forschung/projekte/20696/detail.html